Der Ursprung von Pilzen im Darm – Teil 1: Warum Anti-Candida-Diäten nicht funktionieren

Pilze im Darm sind das wohl heute am weitesten verbreitete Problem in der Deutschen Gesellschaft. Verdauungsstörungen jeglicher Art, sowie Leberbelastungen, starkes Verlangen nach Zucker, Gas im Bauch, Schwindel und Konzentrationsstörungen sind nur einige der Symptome. Heilpraktiker testen diese Problematik seit Jahrzehnten und sie hat sich immer weiter verstärkt. Mittlerweile gibt es sogar viele Menschen mit systemischen Mykosen. Also wo wir den Candia-Pilz bereits im Blut und in anderen Organen finden können.

Dass das nicht gut ist leuchtet selbst der herkömmlichen Medizin ein. Tatsächlich versterben solche Leute häufig, wenn sie sich an klassische Medizin halten. Aber durchaus auch unter naturheilkundlicher Aufsicht, wenn es sich um schwere Fälle handelt.

Typischer aber ist der schleichende chronische Befall, der den Betroffenen einfach einen Reihe von unschönen Lebensbeeinträchtigungen liefert. Der Pilz raubt ihnen Nährstoffe, macht sie müde und belastet ihre Leber mit Fuselalkoholen. Ich möchte hier auch gar nicht weiter auf die Gefährlichkeit und die Abartigkeit von Pilzen und Darm hinweisen. Das ist bereits vielerorts getan worden.

Woher kommen aber die Pilze im Darm?

Pilze lieben Zucker. Deshalb ist es natürlich logisch das in einer Zeit in der der Zuckerkonsum der Gesellschaft sich im Vergleich zu 150 Jahren vorher bereits auf das 20fache gesteigert hat mehr Pilze in uns sind. Aber ist das der einzige Grund?

Die Nutzlosigkeit der Anti-Pilz-Diäten

Tausende von Selbsttests und Fehlbehandlungen überall auf der Welt haben in den letzten Jahren deutlich gezeigt, dass Anti-Candida-Diäten, mit Vermeidung von Zucker und Kohlenhydraten, zumindest alleine, nicht funktionieren. Besonders klar wird dies, wenn man versteht, dass Candidapilze auch Proteine, also Eiweiße verstoffwechseln können, wenn Sie dazu gezwungen werden.

Im besten Fall sind Antipilzdiäten einfach wirkungslos und fühlen sich nur schlecht für den Anwender an. Im schlimmsten Fall treiben sie den Pilz ins Blut und in andere Körperorgane. Dort wird er sehr viel mehr Symptome verursachen und extrem schwierig zu behandeln sein. Oft wird gesagt der Pilz wurde in die Tiefe getrieben.

Solche Fälle lassen sich ganz einfach zum Beispiel per Dunkelfeldmikroskopie nachweisen.

Das übrigens ist wieder mal einer der Gründe warum ich dringend davon abrate im Selbstversuch irgendeine Behandlungsmethode aus dem Internet „auszuprobieren“, ohne eine vorherige genaue Diagnose und Untersuchung durchgeführt zu haben.

Hier mehr zur Gefahr von Selbstbehandlungen und 12 Tipps um gute von schlechten Behandlern zu unterscheiden.

Candida durch Antibiotika

Natürlich ist einer der Hauptgründe für den vermehrten Pilzbefall in der heutigen Zeit die übermäßige und fälschliche Anwendung von Antibiotika. Zum einen senken Antibiotika die Stärke des Immunsystems und führen so, durch langsame Vergiftung, zum Immunverfall. Dieser öffnet wiederum Pilzen und Parasiten Tür und Tor. Zusammen mit ihrer Mitochondrien schädigenden Wirkung führen sie außerdem zu einer TH2-Umschaltung des Immunsystems auf Kosten von TH1. Pilze aber werden von der verminderten TH1-Anwort bekämpft.

Zum anderen tötet ein Antibiotikum ganz einfach im Moment der Benutzung unglaublich viele nützliche gute Darmbakterien ab, was überhaupt erst den Platz für eine Pilzansiedelung macht. Denn wo bereits Darmbakterien sind ist es sehr schwer für Pilze, aber auch andere „schlechte“ Bakterien Fuß zu fassen. Das Ganze dreht sich aber auch um. Wenn Pilze oder falsche Bakterien erst einmal dort angesiedelt sind wo sie nicht hingehören, dann sind sie von dort sehr schwer wieder von unseren eigenen Bakterien zu vertreiben. Falls es die überhaupt noch gibt!

Es ist durchaus möglich dass eine Antibiotikatherapie dauerhaft bestimmte gute Darmbakterien aus einem Körper entfernt hat. Das würde bedeuten das eine Frau (und Ihre Kinder und Kindeskinder usw.) ohne Therapie bereits nach einer einzigen Antibiotikatherapie nie wieder eine komplette Darmflora haben wird! Es ist durchaus möglich und sehr wahrscheinlich. Glücklicherweise gibt es Studien, die darauf hindeuten, dass eine Kopie eines jeden Darmkeimes im Wurmfortsatz, dem Appendix, vorliegt. Dieser wird häufig umgangssprachlich auch fälschlicherweise als Blinddarm bezeichnet.

Somit ist es wahrscheinlich das nur eine Frau die keinen Wurmfortsatz mehr besitzt nach einer Antibiotikabehandlung nicht mehr in der Lage sein Menschen mit voll funktionsfähigem Immunsystem zu gebären.

Diese Erkenntnis ist wahrscheinlich diagnostisch sehr wertvoll und sollte wohl in der Anamnese von Darmkrankheiten und Darmdysbiosen und auch sonst von jedem Menschen selbst überprüft werden.

Gab es in der mütterlichen Linie jemanden gab der eine schwere Antibiotikabehandlung durchgemacht hat und außerdem keinen Wurmfortsatz mehr besaß?

Candida durch Konservierungsmittel

Konservierungsmittel haben im Grunde genau die gleiche Wirkung wie Antibiotika. Ihre einzige Aufgabe ist es Bakterien zu töten und ihrem Wachstum zu hemmen. Somit versteckt sich hinter beidem im Grunde das gleiche chemische Ding. Konservierungsmittel sind überall. Sie sind in uns und um uns und in jeder Nahrung aus dem Supermarkt und dem Restaurant.

Somit ist – zumindest für Kranke – die Antwort einfach aber radikal: Verzicht auf jegliche Lebensmittel die nicht aus eigener Herstellung oder dem Bioladen kommen. (Langsam verstehe ich warum mein alter chinesischer Lehrmeister mir bereits vor ewigen Jahren sagte es wird in der westlichen Welt bald keinen anderen Weg mehr geben als selber wieder Nahrung anzupflanzen. Wie weise er doch ist.)

Das bedeutet natürlich auch, dass ein Darmaufbau seine höchste Wirkung nur dann entfalten kann, wenn gleichzeitig auf Konservierungsstoffe verzichtet wird. Zumindest werden Sie dadurch Geld sparen können, denn es macht ja wenig Sinn teure Darmaufbaupräparate zu nehmen und gleichzeitig weiter Konservierungsstoffe zu essen.

Eine einfache Daumenregel ist es nicht im Supermarkt einzukaufen, nicht in Restaurants zu essen und alles über dem Konservierungsstoff E200 zu meiden.

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